Quellsanierung am Spittelbach

Das neugegründete Naturbündnis Wertachtal e.V. hat sich zum Ziel gesetzt herausragende Naturschutzprojekte zu identifizieren und vor allem unter Bündelung von Ressourcen und freiwilligen Helfern in die Tat umzusetzen. Nach mehrmonatiger Planung und Abstimmung mit den Fachstellen und vor allem der Kooperation mit der Grundstückseigentümerin, der von der Stadt Kaufbeuren verwalteten Hospitalstiftung, stand am vergangenen Samstag ein weiteres Projekt zur Umsetzung an.

Ziel war es die Quellflur an der ehemaligen gemeindlichen Quellfassung am Spittelbach zu optimieren. Die Quelle war gefasst und leider lief das meiste Wasser über ein Kunststoffrohr direkt in den Spittelbach und stand somit der extrem hochwertigen Quellflur nicht zur Verfügung.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Oliver Schill, stellvertretend für die Stadt Kaufbeuren als Eigentümerin der Quellgrundstücke und Wolfgang Ewald, den Vorstand des Bündnisses schritten die 20 fleißigen Helferinnen und Helfer zur Tat.

So wurde das Entwässerungsrohr stillgelegt und das bis dato gefasste Wasser wird nun wieder über die Quellflur geleitet. Verrottende Äste und Baumwipfel aus der forstlichen Nutzung im Umfeld wurden in einer Menschenkette aus der Quellflur entfernt. Dies war für die Vegetation die schonendste Methode, aber durch den hohen Einsatz an Handarbeit wäre dies nicht ohne die zahlreichen Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) zu leisten gewesen. Wäre das Totholz in dieser Masse in der Quellflur verblieben, hätte dies einen bedeutenden Nährstoffeintrag und letztlich eine Gefahr für die sensible Vegetation verursacht. In diesem Zuge wurden auch einige Fichten im Umfeld der Quelle entfernt um wieder genügend Sonnenlicht auf die Fläche zu bringen. Die Fichten sorgten leider dafür, dass die hochwertigsten Stellen teilweise ganztägig verschattet waren.

Warum Quellrenaturierungen?

Quellen sind die am meisten veränderten Lebensräume in unserer Landschaft. Sie beherbergen seltene Tier und Pflanzenarten, die sich perfekt an diese extreme Lebenswelt angepasst haben.

Quellfluren sind durch den Austritt
von ganzjährig ca. 8° C kaltem Wasser seltene „Kälteinseln“ auf denen sich Tier und Pflanzenarten seit dem Ende der letzten Eiszeit erhalten konnten.

Die Quellaustritte im Allgäu sind häufig von Tuffbildungen begleitet,
die von hochspezialisierten Arten besiedelt werden.

THW-Jugend Kaufbeuren:

Die THW-Jugend Kaufbeuren-Ostallgäu bietet Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren die Möglichkeit, sich aktiv in einer Katastrophenschutzorganisation einzubringen.

Unter dem Motto „spielend helfen lernen“ möchte das THW spielerisch Wissen, technisches Verständnis und Hilfsbereitschaft vermitteln.

Dabei kommt der Spaß natürlich nicht zu kurz. Denn die Begeisterung für Technik, das gegenseitige Unterstützen und eine gemeinsame, aktive Freizeitgestaltung stehen bei uns an oberster Stelle.

Unsere Mädchen und Jungen treffen sich zwei Samstage im Monat, von 9 bis 14 Uhr.
Bei Interesse freuen wir uns über eine E-Mail an jugend@thw-kaufbeuren.de